Daniel Friedrich Eduard Wilsing (* 21. Oktober 1809 in Hörde; † 2. Mai 1893 in Berlin) war ein deutscher Komponist der Romantik.
Er erhielt seine Ausbildung in Wesel, Dortmund und Soest (Lehrerseminar). Im Bereich der Musik war er zunächst Autodidakt. Zwischen 1829 und 1834 war er als Organist an der evangelischen Haupt- und Mathena-Kirche in Wesel tätig, überwarf sich jedoch mit dem dortigen Presbyterium. Erst nach seinem Umzug nach Berlin im Jahr 1834 erhielt er Kompositionsunterricht, wie Felix Mendelssohn Bartholdy war er Schüler von Ludwig Berger.
Sehr geschätzt wurde der weitgehend unbekannte Komponist u. a. von Robert Schumann, der in unter anderem als ‚ tiefsinnigen, großer Kunst beflissenen geistlichen Tonsetzer unter den hochaufstrebenden Künstlern der jüngsten Zeit‘ einschätzte.
Eine schwere geistige Erkrankung hinderte Wilsing nach seiner Lebensmitte am weiteren Komponieren; am Ende seines Lebens verbrannte er alle seine persönlichen Dokumente.
Von seinen Werken sticht vor allem sein „De profundis“ (für vier Chöre mit Orchester) hervor. Darüber hinaus schuf er Klavierwerke sowie Vokal-Literatur.