Rodolphe Berger, Pariser von Geburt, ist französischer Tanzkomponist. Ihm gebührt der Ruhm, den langsamen Wiener Walzer gleichsam ins Französische übersetzt zu haben. Ein begeisterter Biograph sagt von ihm: ..Verdiente Rodolphe Berger nicht im Königreich des Walzers, in Wien, geboren zu sein wie sein großer Vorgänger Johann Strauß? Und könnte man nicht fast sagen, daß er, gewiegt von der sorglosen Musik der ,,Schönen, blauen Donau", es mit Schmeicheleien, verführerischen Worten und echt pariserischer Liebenswürdigkeit verstanden hätte, die Donau bis zu den blumigen Ufern der Seine zu locken?" Berger hatte gleich mit seinen ersten Kompositionen einen starken Erfolg. Unter seinen ebenso zahlreichen wie mannigfaltigen Werken befinden sich neben den vielen langsamen Walzern, in denen er sich am erfindungsreichsten und originellsten zeigt, Märsche, Polkas, Mazurkas, Gavotten, Balleteinlagen, Chansons und Romanzen, zwei Pantomimen und eine Operette.