Paul Geilsdorf, geboren 1890 in Plauen / Vogtland besuchte von 1904-1910 das Lehrerseminar seiner Heimatstadt. Es folgte ein Musikstudium am Konservatorium zu Leipzig von 1913-1916. Er wurde 1917 Kantor von St. Pauli und später St. Petri in Chemnitz. 1935 erfolgte die Berufung zum Kirchenmusikdirektor der Ephorie Chemnitz.
Neben seiner kirchenmusikalischen Tätigkeit mit jährlichen Aufführungen großer Werke fungierte Paul Geilsdorf von l9l7 bis1945 als Dirigent des „Chemnitzer Bürgergesangvereins“ und des „Geilsdorfschen Frauenchores“, von 1918 bis 1945 als Dirigent des Erzgebirgischen Sängerbundes und später auch des Sächsischen Sängerbundes.
Er komponierte das Oratorium ,,Der verlohrene Sohn", eine Psalmenmesse in 7 Sätzen, die Suite ,,Lob der Stände" für Männerchor und Orchester, die Suite ,,Gute Wanderschaft" in 5 Sätzen für gem. Chor und Instrumente und sehr viele geistliche und weltliche Chöre.
Nach seinem Ruhestand 1965 wirkte er noch bis 1972 als kommisarischer Kirchenmusikdirektor für die Ephorie Stollberg. Paul Geilsdorf starb 1976 in Karl-Marx-Stadt.