Berneck, Franken, 10. Oktober 1669 - †Ansbach, 26. August 1745.
Er zeichnete sich schon früh durch seine musikalische Begabung und seinen Studierwillen aus. Als Gründungsmitglied mit Lorenz Mizler der Leipziger Correspondierenden Societät der Musicalischen Wissenschaften erhielt er einen ausführlichen Nachruf in Mizlers Neu eröffnete musicalische Bibliothek, IV (1745). Darin heißt es, dass er in Berneck bei Bayreuth geboren wurde, wo sein Vater als Kantor diente, bevor er als Bergwerksdirektor nach Naila ging. Im Alter von zehn Jahren, nach dem Tod seines Vaters, wurde Bümler nach Münchberg geschickt, um Schüler der Lateinschule zu werden. Im Alter von 13 Jahren kam er als Kammerdiskant an den Bayreuther Hof, wo er bei Ruggiero Fedeli Gesang und Tasteninstrumente studierte. Sein außergewöhnliches Gesangstalent ermöglichte ihm in den nächsten zwei Jahrzehnten eine umfangreiche Karriere in Wolfenbüttel, Hamburg, Berlin und wieder in Bayreuth. 1698 wurde er als Kammermusiker und Altsolist an den Ansbacher Hof berufen, wo er 1717 die Nachfolge von Johann Christian Rau als Kapellmeister antrat.