Julius Emil Leonhard (* 13.06.1810 in Lauban/Polen, † 23.06.1883 in Dresden) war ein deutscher Komponist, Dirigent, Pianist und Musiklehrer. Leonhard lebte (wie sein Vater Konrad Wilhelm) abwechselnd in Leipzig und Dresden bis 1852; in diesem Jahr erhielt er einen Ruf nach München als ‚Professor des Clavierspiels am Conservatorium‘. Die gleiche Position hatte er ab 1859 am Conservatorium Dresden inne.
Leonhard’s Ruf als guter Pianist wurde von dem eines bedeutenden Komponisten übertroffen. Sein Schaffen umfasste großteils Piano- und Lieder-Kompositionen; seine Ouverturen und Sinfonien sind noch nicht gedruckt. 1842 erhielt seine Sonate vom Norddeutschen Musikverein den zweiten Preis. Das Oratorium: ‚Johannes der Täufer‘ ist ein höchst bedeutendes Werk, dasselbe wurde in München mit ‚außergewöhnlichem Beifall‘ aufgeführt. Aus seiner Feder stammen außerdem 3 Kantaten für Soli, Chor und Orchester, eine Sinfonie in E-Moll, sowie die Ouverture zu Adam Oehlenschlägers Tragödie ‚Axel und Walburg‘.