Carl Ludwig Amadeus Mangold (* 8. Oktober 1813 in Darmstadt; † 4. August 1889 in Oberstdorf) war ein deutscher Komponist und Dirigent. Sein von Generationen her ererbtes Musiktalent wurde früh ausgebildet durch den Vater, den Großherzoglichen Hofmusikdirektor und Hofkapellmeister Georg Mangold, durch seinen Bruder, den Komponisten und Hofkapellmeister Wilhelm Mangold und durch seine Schwester, der Sängerin Charlotte Mangold im Violinspiel, in der Komposition und im Gesang und durch die regelmäßigen Quartettabende im elterlichen Hause.
Schon mit siebzehn Jahren trat er 1831 als Volontär in die unter der Leitung seines Bruders Johann Wilhelm stehende Großherzogliche Hofkapelle Darmstadt ein. Weitere Anregung fand er in Künstlern wie Anton Bohrer, Paganini, Henri Herz, Clara Wieck, Henri Vieuxtemps und Margarethe Stockhausen geb. Schmuck, der Mutter von Julius Stockhausen, ferner in kunstsinnigen Darmstädter Häusern wie das des Ministers von Falck, des Buchhändlers Leske, des Dr. Huth und schließlich bei Besuchen der Konzerte des nahen Frankfurt am Main, besonders aber 1834 während einer Reise nach London, wo die Händel-Feste großen Einfluss auf ihn hatten, daneben die Italienische Oper und die Madrigalgesellschaften.
1835, nach dem Tod seines Vaters, trat Mangold in Darmstadt erstmals als Sänger auf, und zwar in einem Konzert des Mandolinen-Virtuosen Vimercati. Von da an wirkte er öfters als Solist in Konzerten, sowohl als Violinspieler wie auch als Sänger und brachte auch eigene Kompositionen zu Gehör. Er gab seine ersten Lieder heraus und widmete sich der Instrumentalkomposition von Symphonien, Quartetten, Trios und anderer Kammermusikstücken.
Neben Opern und Oratorien schuf Mangold zahlreiche Lieder und Chorwerke für unterschiedliche Besetzungen.
(Quelle: Wikipedia)