Franz Josef Greith (* 17. August 1799 in Rapperswil; † 1. Januar 1869 in St. Fiden) war ein Schweizer Musikpädagoge und Komponist der Melodie des 1820 von Johann Georg Krauer (1792-1845) geschriebenen ‚Rütlilieds‘. Er schrieb außerdem zahlreiche patriotische Volkslieder wie ‚Ich bin ein Schweizer Knabe‘.
Franz Josef Greith war von 1833 bis 1860 Chordirektor an der Kathedrale St. Gallen sowie Gesangs- und Instrumentallehrer am katholischen Gymnasium. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Carl Johann Greith (1807–1882), der später zum Bischof von St. Gallen gewählt wurde, setzte er sich für eine cäcilianische Musikrichtung im vokalen Bereich und das Aufleben der alten kirchlichen Gesänge ein. Beide Brüder kehrten sich gegen den Einzug der Instrumentalmusik in der kirchlichen Liturgie.
Im Allgemeinen kann über die Biografie von Franz Josef Greith gesagt werden, dass sie nicht nur vom Rütlilied handelt, sondern auch von der Musikkultur des 19. Jahrhunderts in St. Gallen, von politischen und musikalischen Konflikten, politischen Freunden und einer Charakterisierung der verschiedenen Mitglieder der Greith-Familie.
(Quelle: Wikipedia [gekürzt])