Caroline Vuiet war die 1766 geborene Tochter eines Organisten in Rambouillet, einem etwa 50 Kilometer von Paris entfernten Ort. Bereits im Alter von fünf Jahren, so heisst es, habe sie als ‚Wunderkind‘ von sich reden gemacht.
Königin Marie-Antoinette, die auf das Mädchen aufmerksam wurde, ermöglichte ihr eine umfassende Ausbildung in Literatur und Musik.
Ihre Oper L’Heureuse Erreur, für die sie Text und Musik verfasst hatte, wurde 1786 im Théâtre Beaujolais aufgeführt.
In den Revolutionsjahren wurde Caroline Wuiet wegen ihrer Verbindungen zur königlichen Familie verurteilt, konnte aber nach Holland und später England fliehen, wo sie durch Clavierunterricht ihren Unterhalt bestritt. Als sie während des Direktoriums nach Paris zurückkehrte, fand sie schnell wieder Zugang zu musikalischen und literarischen Kreisen. Sie selbst veröffentlichte erfolgreich Prosa und Kompositionen.
Im Jahr 1807 heiratete Caroline Wuiet den Colonel Joseph (José) Auffdiener und begleitete ihn nach Lissabon. Dort wirkte sie weiter unter dem Pseudonym „Donna Elidora“. Mit dem Eindringen der französischen Armee in Portugal und Spanien kehrte Caroline Auffdiener nach Paris zurück. Sie erteilte wiederum Musikunterricht und veröffentlichte erneut Kompositionen (Romanzen, Clavierwerke und Kammermusik) sowie Romane.
Die letzten Jahre lebte Caroline Auffdiener, geb. Vuiet zurückgezogen in Saint-Cloud nahe Paris, der bevorzugten Herrscherresidenz der Zeit, wo sie 1835 starb.