Matthias Eckel (Mathis, Mattheus) (* um 1470, † 1538, beides in Freiberg/Sachsen) war ein Komponist, Kammermeister und Rentschreiber. Eckel, der mit diesen Aufgaben für Herzog Georg (der Bärtige) und dessen Bruder Heinrich (der Fromme) tätig war, gehörte um 1520 zum Leipziger Musikkreis um Georg Rhaw und verfasste frühevangelische Kompositionen. Bezüglich seiner Ausbildung ist nur gesichert, dass er keinen Universitätsabschluss hatte. Ab 1516 ist seine Anstellung bei Herzog Georg als Rentschreiber („Finanzminister“) belegt. 1533 bis 1537 arbeitete er als Kammermeister am Hof Herzog Heinrichs in Freiberg. Der Wechsel hängt aller Wahrscheinlichkeit nach mit seinem Bekenntnis zur Lehre Martin Luthers zusammen.
Die erste Komposition Eckels, die dem Leipziger Rat gewidmete Motette „39. cap. Ecclesiastici“, stammt aus dem Jahr 1516. Es folgten 51 weitere Kompositionen in lateinischer Sprache (Hymnen, Motetten, Messen, Messteile), von denen 33 nur fragmentarisch überliefert sind, sowie neun deutsche Lieder. Eckel war nie als Komponist angestellt. Zu seinen Lebzeiten wurden lediglich zwei seiner Motetten publiziert. Im 19. Jahrhundert wurde Eckel dann im Zuge der Wiederbelebung der Vokalmusik des 16. Jahrhunderts vor allem als Meister des Kontrapunkts hochgelobt.