Howard Ferguson war ein nordirischer Komponist, Pianist, Pädagoge und Musikwissenschaftler. Er studierte am Royal College of Music in London Komposition bei R. O. Morris und Ralph Vaughan Williams sowie Dirigieren bei Malcolm Sargent. In den 1930er-Jahren entstanden wichtige kammermusikalische Werke, u. a. die Erste Violinsonate und ein Oktett. Während des Zweiten Weltkriegs wirkte er an der Organisation der „National Gallery Concerts“ mit. Nach 1945 trat er als Pianist auf und unterrichtete von 1948 bis 1963 an der Royal Academy of Music, wo er u. a. Richard Rodney Bennett und Cornelius Cardew zu seinen Schülern zählte. Ab Ende der 1950er-Jahre widmete er sich verstärkt musikwissenschaftlicher Arbeit, darunter die Gesamtausgabe der Schubert-Klaviersonaten (1978/79).