Er spielte dank seines lyrischen Sainete La verbena de la Paloma und Opern wie La Dolores und Los amantes de Teruel eine sehr wichtige Rolle in der spanischen Musik des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts.
Die Oper bildet den roten Faden in Tomás Bretóns Karriere, obwohl ihn seine intensive Tätigkeit auch in andere Bereiche führte, etwa als Dirigent, Direktor des Konservatoriums von Madrid und produktiver Komponist in Bereichen, die in Spanien noch wenig entwickelt waren, wie Sinfonik und Kammermusik, sowie durch die Schaffung zahlreicher Zarzuelas in sehr unterschiedlichen Genres und Stilen. Dennoch war die Oper seine wahre Leidenschaft, und auf seinem Schreibtisch lag stets ein Libretto, an dem er arbeitete. Es gibt zahlreiche Schriften, in denen er die Bedeutung der nationalen Oper verteidigte. Zwischen 1885 und 1919 verfasste er Broschüren, Vorträge und Reden, die er in den wichtigsten Kulturforen seiner Zeit hielt, wie der Akademie der Schönen Künste, dem Ateneo de Madrid, dem Círculo de Bellas Artes und dem Konservatorium selbst, dessen Direktor er mehr als zwanzig Jahre lang war. Darin beharrt er stets auf denselben Ideen, kritisiert die Nachlässigkeit und das Desinteresse der musikalischen Institutionen seiner Zeit und schlägt Lösungen für das Problem der nationalen Oper vor.