Philippe Duc (* um 1550 in Flandern; † nach 1586) war ein franko-flämischer Komponist der Renaissance. Seine genaue Herkunft liegt bislang genauso im Dunkeln wie seine genauen Geburts- und Sterbedaten. Auch über seine Ausbildung ist noch nichts bekannt. Er verbrachte wohl die meiste Zeit seines Lebens in Italien, vermutlich eine gewisse Weile in Padua, worauf eine Widmung an die da lebenden flämischen Studenten im Jahr 1570 hindeutet. Es existierten wohl engere Bindungen an das Haus Habsburg, darauf deutet die Aufnahme mehrerer seiner Werke in eine Liedsammlung hin, die Kaiser Maximilian II. gewidmet ist. Bis 1586 gibt es Niederschriften seiner Werke in österreichischen Archiven, danach verliert sich seine Spur.
Philippe Duc komponierte in der flämischen Tradition zahlreiche geistliche Werke, wobei die Anlehnung an Clemens non Papa unverkennbar ist. In seinen weltlichen Werken finden sich bevorzugt „leichte“ Elemente, die eine Tendenz zur Parodie aufweisen.