Geburt am 17. März 1925 in Schwabach.
In jüngsten Jahren Spielversuche am Harmonium, um es meinem Vater in frommen Liedern gleichzutun, der diese mit Vorzug sonntäglich zu spielen pflegte.
Kurzzeitiger Klavierunterricht auf der Basis einer Klavierschule mit dem Namen „Damm“, die bei vielen Klavierlehrern gar nicht sonderlich viel galt.
Mit 10 oder 11 Jahren Chorknabe bei Stadtkantor Dr. Oskar Stollberg zu St. Johannis und Martin.
Berührung mit kirchlicher Bläsermusik, dann Bläserschüler des 1. Trompeters im Ensemble, wobei die Zugposaune den Vorzug erhielt.
Als singender Knabe Praxis mit damaliger Chormusik-Literatur, aber auch mit “Bestattungsliedern“, da Chorknaben gegen Minimalentlohnung bei Beerdigungen zu singen hatten.
Bei Dr. Stollberg Weiterführung im Klavierspiel.
Beginn der Unterweisung im Tonsatz bei Dr. Stollberg.
Tiefgreifendes Erlebnis: das Mitsingendürfen einer Bach-Kantate („Wachet auf, ruft uns die Stimme“).
Beginn des Orgelunterrichts an der alten klapprigen Steinmeyer-Orgel.
Mit 18 Jahren Weggang von Schwabach nach Berlin-Spandau in die Berliner Kirchenmusikschule, die der potenziellen Bedrohung durch den Nationalsozialismus den Zusatz „Schule für Volks-Musik“ (!) führte. Dort unterrichteten die Koryphäen Gottfried Grothe (Chorleitung), Ernst Pepping (Tonsatz) sowie der „Enkelschüler“ von Franz Liszt, Herbert Schulze (Klavier und Orgel).
Nach dem 1. Examen Einziehung zum „Reichsarbeitsdienst“ nach „Südostpreußen“ (heute Mittelpolen).
Als Posaunist Mitglied im Musikzug des „Arbeitsgaues 39“, unter General-Arbeitsführer Wesemann, einem offenbar auch für unterhaltende Musik zugänglichen Menschen.
Später (1945) Soldat in der Funkerlehre der Nachrichtenabteilung Coburg.
Nach dem Kriege nebenamtlicher Organist und Chorleiter im oberfränkischen Markt Thurnau an St. Laurentius.
Ab 1957 Stadtkantor in St. Johannis, Forchheim/Oberfranken.
Durch eine Berufung erfolgte dann 1961 der Weggang aus Forchheim nach Windsbach. Der dortige Dekan wusste anscheinend von einigen meiner Vorzüge und zog mich (ohne dass ich mich zur Wehr setzte) nach Windsbach, wo ich die Kirchenmusikerstelle an St. Margarethen einnahm, da diese seit einiger Zeit vakant war.
Doch benötigte man im Neuendettelsauer Missionsseminar einen neuen Musiklehrer, da der vorige aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hatte.
So hatte Dekan Heinrich Seifert zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt, was unserer vierköpfigen Familie auch finanziell eine große Hilfe bedeutete. (Forchheim dürfte man ohne Überheblichkeit als „Hungerpflaster“ deklarieren!) Doch hatte das dortige Pfarramt ein Einsehen und gestattete seinem damaligen Kantor, in Bayreuth die Prüfung für das Hauptamt im kirchenmusikalischen Dienst abzulegen.
Eine Fügung wollte es, dass ein Besuch des Missionsseminars in Taizé eine Information über die liturgische Kultur bei den Brüdern des evangelischen Ordens einen Weg ebnete, dessen Ende nicht abzusehen war.
Es entstanden nach diesem Besuch die ersten, vielleicht noch etwas unbeholfenen Modell-Psalmen für drei- bis vierstimmigen Männerchor, der sich aus Studierenden des Missionsseminars rekrutierte und eine 30cm-Langspielplatte produzierte, letztendlich ein Beweis für die Möglichkeit, auch mit so genannten Laien brauchbare und anhörbare Musik zu realisieren.
„Man“ wurde aufmerksam, denn der neue Leiter des Windsbacher Knabenchores, Karl Friedrich Behringer, interessierte sich für diese „Schöpfungen“ und begann mit seinen Jungs, die Stücke zu studieren und aufzuführen in Chorandachten, oft auch im Rahmen der „Lorenzer Motetten“, in der Hauptkirche St. Lorenz zu Nürnberg.
Dann entstanden neue Psalmen, die zunächst dem Archiv einverleibt wurden, wobei eine Realisierung sicher in Aussicht steht.
Dass es von den „Windsbacher Psalmen“ zwei erlesene CDs gibt, soll hier nicht verschwiegen werden. (Rondeau Production, Heinrich-Brandt-Straße 18, D-91575 Winds-bach)
Die Edition Strube/München brachte ein Heft mit „Windsbacher Psalmen“ die für gemischte Stimmen geschrieben sind, ebenso der Freimund-Verlag in Neuendettelsau. Dabei sollte bedacht werden, dass es sich sowohl um so genannte Modell-Psalmen, als auch um durchkomponierte Psalmentexte handelt.
In den neunziger Jahren entstanden außerdem die kirchenjahreszeitlich gebundenen Bibeltexte und mehrere Motetten für gemischten Chor aus gleichem Textbereich, darunter auch vertonte Konfirmandensprüche.
Der Umgang mit Blechbläser-Ensembles (Posaunenchören) brachte es mit sich, eine Kantate unter dem Titel des Lutherliedes „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“ entstehen zu lassen für zwei Bläserchöre sowie zwei Vokalchöre, aufgeführt im Münster zu Heilsbronn im Lutherjahr 1983.
Durch alljährliche Urlaubsreisen nach Norwegen, von skandinavischer Melodistik wesentlich berührt, entstand ein siebensätziges Bläserwerk „Norwegische Intraden“, in dem versucht wird, verschiedene Landschaften in Tonbildern darzustellen.
Am Rande sei die Mitarbeit in einem Komponisten-Team für den Verlag Breitkopf und Härtel in Wiesbaden für das vierbändige Orgelbuch mit dem Titel “In Ewigkeit Dich loben“ erwähnt.
Anmerkung
Bezirkskantor a. D. Kirchenmusikdirektor Emanuel Vogt lebt heute mit seiner Frau Brigitte in Windsbach.
In jüngsten Jahren Spielversuche am Harmonium, um es meinem Vater in frommen Liedern gleichzutun, der diese mit Vorzug sonntäglich zu spielen pflegte.
Kurzzeitiger Klavierunterricht auf der Basis einer Klavierschule mit dem Namen „Damm“, die bei vielen Klavierlehrern gar nicht sonderlich viel galt.
Mit 10 oder 11 Jahren Chorknabe bei Stadtkantor Dr. Oskar Stollberg zu St. Johannis und Martin.
Berührung mit kirchlicher Bläsermusik, dann Bläserschüler des 1. Trompeters im Ensemble, wobei die Zugposaune den Vorzug erhielt.
Als singender Knabe Praxis mit damaliger Chormusik-Literatur, aber auch mit “Bestattungsliedern“, da Chorknaben gegen Minimalentlohnung bei Beerdigungen zu singen hatten.
Bei Dr. Stollberg Weiterführung im Klavierspiel.
Beginn der Unterweisung im Tonsatz bei Dr. Stollberg.
Tiefgreifendes Erlebnis: das Mitsingendürfen einer Bach-Kantate („Wachet auf, ruft uns die Stimme“).
Beginn des Orgelunterrichts an der alten klapprigen Steinmeyer-Orgel.
Mit 18 Jahren Weggang von Schwabach nach Berlin-Spandau in die Berliner Kirchenmusikschule, die der potenziellen Bedrohung durch den Nationalsozialismus den Zusatz „Schule für Volks-Musik“ (!) führte. Dort unterrichteten die Koryphäen Gottfried Grothe (Chorleitung), Ernst Pepping (Tonsatz) sowie der „Enkelschüler“ von Franz Liszt, Herbert Schulze (Klavier und Orgel).
Nach dem 1. Examen Einziehung zum „Reichsarbeitsdienst“ nach „Südostpreußen“ (heute Mittelpolen).
Als Posaunist Mitglied im Musikzug des „Arbeitsgaues 39“, unter General-Arbeitsführer Wesemann, einem offenbar auch für unterhaltende Musik zugänglichen Menschen.
Später (1945) Soldat in der Funkerlehre der Nachrichtenabteilung Coburg.
Nach dem Kriege nebenamtlicher Organist und Chorleiter im oberfränkischen Markt Thurnau an St. Laurentius.
Ab 1957 Stadtkantor in St. Johannis, Forchheim/Oberfranken.
Durch eine Berufung erfolgte dann 1961 der Weggang aus Forchheim nach Windsbach. Der dortige Dekan wusste anscheinend von einigen meiner Vorzüge und zog mich (ohne dass ich mich zur Wehr setzte) nach Windsbach, wo ich die Kirchenmusikerstelle an St. Margarethen einnahm, da diese seit einiger Zeit vakant war.
Doch benötigte man im Neuendettelsauer Missionsseminar einen neuen Musiklehrer, da der vorige aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hatte.
So hatte Dekan Heinrich Seifert zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt, was unserer vierköpfigen Familie auch finanziell eine große Hilfe bedeutete. (Forchheim dürfte man ohne Überheblichkeit als „Hungerpflaster“ deklarieren!) Doch hatte das dortige Pfarramt ein Einsehen und gestattete seinem damaligen Kantor, in Bayreuth die Prüfung für das Hauptamt im kirchenmusikalischen Dienst abzulegen.
Eine Fügung wollte es, dass ein Besuch des Missionsseminars in Taizé eine Information über die liturgische Kultur bei den Brüdern des evangelischen Ordens einen Weg ebnete, dessen Ende nicht abzusehen war.
Es entstanden nach diesem Besuch die ersten, vielleicht noch etwas unbeholfenen Modell-Psalmen für drei- bis vierstimmigen Männerchor, der sich aus Studierenden des Missionsseminars rekrutierte und eine 30cm-Langspielplatte produzierte, letztendlich ein Beweis für die Möglichkeit, auch mit so genannten Laien brauchbare und anhörbare Musik zu realisieren.
„Man“ wurde aufmerksam, denn der neue Leiter des Windsbacher Knabenchores, Karl Friedrich Behringer, interessierte sich für diese „Schöpfungen“ und begann mit seinen Jungs, die Stücke zu studieren und aufzuführen in Chorandachten, oft auch im Rahmen der „Lorenzer Motetten“, in der Hauptkirche St. Lorenz zu Nürnberg.
Dann entstanden neue Psalmen, die zunächst dem Archiv einverleibt wurden, wobei eine Realisierung sicher in Aussicht steht.
Dass es von den „Windsbacher Psalmen“ zwei erlesene CDs gibt, soll hier nicht verschwiegen werden. (Rondeau Production, Heinrich-Brandt-Straße 18, D-91575 Winds-bach)
Die Edition Strube/München brachte ein Heft mit „Windsbacher Psalmen“ die für gemischte Stimmen geschrieben sind, ebenso der Freimund-Verlag in Neuendettelsau. Dabei sollte bedacht werden, dass es sich sowohl um so genannte Modell-Psalmen, als auch um durchkomponierte Psalmentexte handelt.
In den neunziger Jahren entstanden außerdem die kirchenjahreszeitlich gebundenen Bibeltexte und mehrere Motetten für gemischten Chor aus gleichem Textbereich, darunter auch vertonte Konfirmandensprüche.
Der Umgang mit Blechbläser-Ensembles (Posaunenchören) brachte es mit sich, eine Kantate unter dem Titel des Lutherliedes „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“ entstehen zu lassen für zwei Bläserchöre sowie zwei Vokalchöre, aufgeführt im Münster zu Heilsbronn im Lutherjahr 1983.
Durch alljährliche Urlaubsreisen nach Norwegen, von skandinavischer Melodistik wesentlich berührt, entstand ein siebensätziges Bläserwerk „Norwegische Intraden“, in dem versucht wird, verschiedene Landschaften in Tonbildern darzustellen.
Am Rande sei die Mitarbeit in einem Komponisten-Team für den Verlag Breitkopf und Härtel in Wiesbaden für das vierbändige Orgelbuch mit dem Titel “In Ewigkeit Dich loben“ erwähnt.
Anmerkung
Bezirkskantor a. D. Kirchenmusikdirektor Emanuel Vogt lebt heute mit seiner Frau Brigitte in Windsbach.
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Reihe/Zyklus:Lieder (geistlich)
Instrumentierung:Chor>SATB
Schwierigkeit:Leicht bis mittel
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