Aus Österreich stammender Komponist, Klavierviruose und Pianofortefabrikant (dort auch unter seinem Geburts- und Taufnamen, Heinrich Herz, bekannt), der seit seiner Ausbildung am Pariser Conservatoire in Frankreich lebte. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er bei seinem Vater in Wien und bei Daniel Hünten in Koblenz. In Frankreich waren Antonín Reicha und Victor Dourlen seine Lehrer. Nach Abschluß des Studiums konzertierte er als gefeierter Pianist in allen Musikzentren seiner Zeit, zwischen 1842 und 1874 auch in Nord- und Südamerika. Man wollte ihn vornehmlich mit seinen eigenen, sehr eingängigen Werken hören. Schon früh verdiente er mit seiner Kunst mehr Geld als seine Zeitgenossen und wurde wohl auch deswegen z. B. von Robert Schumann heftig kritisiert. Seinen festen Wohnsitz nahm er in Paris, wo er auch eine Lehrtätigkeit am Consevatoire übernahm. Sein Klavierstil baut auf den Werken von Ignaz Moscheles auf, mit dem er befreundet war. Er komponierte vor allem im Modegeschmack seiner Zeit für den Salongebrauch Fantasien, Opernparaphrasen, Variationen und viele andere kleinere Klavierstücke meist bravouröser Art, aber auch 8 Klavierkonzerte.