Sergej Wassiljewitsch Rachmaninoff (1873-1943) besuchte seit 1882 das St. Petersburger Konservatorium. 1885 wurde er nach Moskau geschickt, wo ihn bis 1888 Nikolai Swerew unterrichtete. Die anschließenden Studien bei A. Siloti (Klavier) sowie bei A. Arenski und S. Tanejew (Komposition) beendete Rachmaninoff 1891 bzw. 1892 und machte sich bald nicht nur als Interpret, sondern – mit dem Prélude cis-moll, op. 3, 2 und der Oper „Aleko“, seiner prämierten Examensarbeit – auch als Komponist einen Namen.
Der Misserfolg seiner 1897 uraufgeführten 1. Symphonie löste eine schöpferische Krise aus, die Rachmaninoff erst 1900 dank der psycho-therapeutischen Behandlung durch Nikolai Dahl überwandt. Diesem Psychologen widmete er sein berühmtes 2. Klavierkonzert. 1904-06 war Rachmaninoff Dirigent am Bolschoi-Theater.
Während der Jahre 1906-09 hielt er sich jeweils mehrere Monate in Dresden auf, wo u.a. die symphonische Dichtung „Die Toteninsel“ nach einem Gemälde von Arnold Böcklin entstand. 1909-10 unternahm er eine Amerika-Tournee, auf der er das 3. Klavierkonzert vorstellte. Zu dieser Zeit war die Entwicklung seines an Chopin, Liszt und Tschaikowsky anknüpfenden Stils im wesentlichen abgeschlossen.
Rachmaninow verfügte souverän über eine spätromantsich-pathetische, bei aller Chromatik durchaus traditionalistische und eingängige Tonsprache, die oftmals Assoziationen des Melancholisch-Elegischen hervorzurufen vermag. 1917 verließ Rachmaninoff für immer seine Heimat und übersiedelte ein Jahr später in die USA. Seitdem widmete er sich hauptsächlich der Pianistenkarriere. Bis wenige Wochen vor seinem Tode konzertierend, wusste Rachmaninoff als Virtuose stets das internationale Publikum zu faszinieren.