Michael Drewes : Willkommen und Abschied
Während seiner Studienzeit in Straßburg macht sich der junge vom Testosteron geplagte Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) am Abend auf den Weg nach Sesenheim, um seine Geliebte, die Pfarrerstochter Friederike Brion, zu treffen. Ich habe die in Worten ausgedrückten Gefühle in Musik umzusetzen versucht, so wie es mir damals vorgeschwebt hatte, als wir das Gedicht im Deutschunterricht bei Dr. Hahn im dritten Jahr der Mittelstufe (von Februar bis November 1962) durchnahmen und interpretierten. Mein Banknachbar Klaus Böker hatte mir eine obszöne Umdeutung der Zeile „In meinem Herzen, welche Glut!“ ins Ohr geflüstert, worüber ich sehr lachen musste.
Goethe selbst beschreibt sein Abenteuer folgendermaßen: „Ich glaubte, eine Stimme vom Himmel zu hören und eilte, was ich konnte, ein Pferd zu bestellen und mich sauber herauszuputzen. Ich schickte nach Weyland, er war aber nicht zu finden. Dies hielt meinen Entschluss nicht auf, aber leider verzogen sich die Anstalten, und ich kam nicht früh genug weg, als ich gehofft hatte. So stark ich auch ritt, überfiel mich doch die Nacht. Der Weg war nicht zu verfehlen, und der Mond beleuchtete mein leidenschaftliches Unternehmen. Die Nacht war windig und schauerlich, ich sprengte zu, um nicht bis morgen früh auf ihren [Friederikes] Anblick warten zu müssen.“ (Dichtung und Wahrheit, Dritter Teil, Elftes Buch, S. 10)
Goethe selbst beschreibt sein Abenteuer folgendermaßen: „Ich glaubte, eine Stimme vom Himmel zu hören und eilte, was ich konnte, ein Pferd zu bestellen und mich sauber herauszuputzen. Ich schickte nach Weyland, er war aber nicht zu finden. Dies hielt meinen Entschluss nicht auf, aber leider verzogen sich die Anstalten, und ich kam nicht früh genug weg, als ich gehofft hatte. So stark ich auch ritt, überfiel mich doch die Nacht. Der Weg war nicht zu verfehlen, und der Mond beleuchtete mein leidenschaftliches Unternehmen. Die Nacht war windig und schauerlich, ich sprengte zu, um nicht bis morgen früh auf ihren [Friederikes] Anblick warten zu müssen.“ (Dichtung und Wahrheit, Dritter Teil, Elftes Buch, S. 10)
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| Epoche/Stile: | 20. Jahrhundert |
| Thema: | .Ohne Thema |
| Reihe/Zyklus: | |
| Schwierigkeit: | Mittel bis schwer |
| Aufführung: | NICHT anmeldepflichtig (GEMA, SUISA, AKM etc.) |
| Instrumentierung: | |
| Sprache im Lied: | Deutsch |
| Anzahl Seiten: | 8 |
| geliefert durch: | drewes |
| Besuche: | 1516 |



