Michael Drewes : Frau Minne
In der Oberstufe der Deutschen Schule „Alexander von Humboldt“ lasen wir bei Dr. Günter Hackenberg das Theaterstück Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) im Festsaal mit verteilten Rollen. Das muss im Jahr 1963 gewesen sein. Meinem Klassenkameraden Miguel Zenker wurde die Rolle des dünnen Vetters zugewiesen, und als er zu der Textstelle des Liedes vom kalten Schnee kam, fiel mir auf einmal die dazu passende Melodie ein, ich summte sie ihm vor und es gelang ihm, sie genauso wiederzugeben, wie sie mir vorgeschwebt hatte. Die Sprache Hofmannsthals war so altertümelnd, das mir sofort „Rückübersetzungen“ in das Mittelhochdeutsche einfielen, wie umbe mîn gesellen ist mir wê oder owê, owê, frawe minne, mir ist wê. Erst viel später konnte ich dann diese Szene und die von Floret silva undique und den Kanon über dieses Thema in Musik setzen, für Singstimmen, Streichorchester und Cembalo, wobei selbst der Klavierauszug zur Einstudierung der Sänger für eine Aufführung benutzt werden kann, wenn anstelle des Klaviers ebenfalls ein Cembalo verwendet wird.
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| Epoche/Stile: | 21. Jahrhundert |
| Thema: | Liebe |
| Reihe/Zyklus: | |
| Schwierigkeit: | Mittel |
| Aufführung: | NICHT anmeldepflichtig (GEMA, SUISA, AKM etc.) |
| Instrumentierung: |
Sologesang mit (Kammer-)Orchester
Solo>Sop/Ten/Bass2+Cem+[Vl2+Vla+Vc+Kb]
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| Sprache im Lied: | Deutsch |
| Anzahl Seiten: | 14 |
| geliefert durch: | drewes |
| Besuche: | 822 |




