Deutscher Komponist und Pianist. Der älteste Sohn des Geigers Franz Anton Ries erhielt ersten Musikunterricht von seinem Vater und vollendete seine Ausbildung in München und Wien, hier von 1803 bis 1805 als unmittelbarer Schüler Ludwig van Beethovens, der in seinen Bonner Jahren ebenfalls bei Franz Ries gelernt hatte. Nach längeren Kunstreisen und Aufenthalten in Paris, Koblenz, Prag, Dresden, Leipzig, Hamburg,Kopenhagen, Stockholm und Sankt Petersburg kam Ries 1813 nach London, wo seine Leistungen solche Anerkennung fanden, dass er bis 1823 dort blieb. Dann zog er sich - mittlerweile zu einem ansehnlichen Vermögen gekommen - nach Godesberg zurück, von wo aus er mehrere Kunstreisen nach England und Italien unternahm. Er folgte jedoch 1834 dem Drang nach einer festen Tätigkeit und trat die Stelle eines städtischen Kapellmeisters in Aachen an. Äußere Hindernisse zwangen ihn schon zwei Jahre später, dieses Amt aufzugeben. Nach Frankfurt am Main übergesiedelt, fand er in der Leitung des dortigen Cäcilienvereins einen einigermaßen adäquaten Ersatz. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod am 13. Januar 1838 aus.