Wagner, Richard: Pilgerchor
Während seiner Weimarer Zeit (1848 1861) fand Liszt einen damals völlig neuartigen Orgelstil, der sich sowohl durch orchestrale als auch pianistische Elemente auszeichnet. Gemeinsam mit dem Tiefurter Kantor Alexander Wilhelm Gottschalg (1827 1908) initiierte er dort regelmäßig sogenannte Orgel-Conferenzen. Von Gottschalg kam auch die Anregung zur vorliegenden Bearbeitung des Pilgerchores aus der Oper Tannhäuser. Exemplarisch begründet Liszt mit seiner Fassung für Orgel die bis in die Gegenwart hineinreichende (und nicht immer unumstrittene) Tradition von Orgeltranskriptionen aus dem Opernschaffen Wagners. Orgelgemäße Elemente sind im Pilgerchor das klassische Choralthema, die feierlich sakrale Atmosphäre des weihevoll schreitenden Tempos sowie die expressive Kantabilität. Mit einer dreimanualigen, orchestral angelegten Orgel lässt sich die lineare Steigerung, vom fernwerkhaften piano dolcedes Beginns bis zum vollen Werk, überzeugend umsetzen. Besondere Bedeutung kommt hierbei der sensiblen Nutzung des Jalousieschwellers und dem sukzessiven, bruchlosen Aufregistrieren im Sinne des Walzenschwellers zu. Wichtiges Repertoirestück zum 200. Geburtstag Richard Wagners 2013
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Orgel
mittelschwer - fortgeschritten
979-0-001-18170-9
9790001181709
ED 21321
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