Richafort, Jean: Requiem
Das Requiem folgt in seiner Satzfolge nicht dem römischen Usus sondern dem Sarum-Ritus (Salisbury) der bis zum Konzil von Trient die Grundlage der meisten im nördlichen Europa entstandenen Requiem-Kompositionen bildete. Es wird seit langem als ein Werk angesehen worden, das für seinen 1521 verstorbenen Lehrer Josquin Desprez bestimmt war und daher in diesem Jahr oder kurz danach entstanden sein dürfte. Diese Annahme stützt sich auch auf die beiden Kanonstimmen, die den normalen vierstimmigen Satz zur Sechsstimmigkeit erweitern. Sie basieren auf zwei Motiven: Circumdederunt me gemitus mortis und Cest douleur non pareille. Josquin hatte eine besondere Vorliebe für den Circumdederunt-Text und die dazu gehörende Melodie. Das Motiv Cest douleur non pareille aus Josquins Chanson Faulte dargent hat Richafort tongetreu zitiert.
Inhalt
- Requiem aeternam - Kyrie - Graduale: Si ambulem - Offertorium: Domine Jesu Christe - Sanctus - Agnus Dei - Communio: Lux aeterna
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gemischter Chor (SAATTB)
mittelschwer
979-0-2037-9124-9
9790203791249
MOS 80124
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