Busoni, Ferruccio: Arlecchino
Ein theatralisches Capriccio in einem Akt
enthält im Anhang die nachkomponierte Arie Wer siegt? Wer fällt?
Die Idee dieses Stückes mit seiner pazifistischen und antibürgerlichen Tendenz war die Kombination einer großen Sprechrolle mit Sängerin und einem Orchester im Geist der Opera buffa. Busoni schwebte ein Opernspiel in der Art der italienischen Stegreifkomödie vor. Auf der Bühne sollten Typen und Charaktere stehen, die durch ihre Typik miteinander in Konflikt gerieten ... "Der Titelheld schnappt dem Dante lesenden Schneider Matteo die junge Frau weg. Er kehrt wieder als falscher Barbarenhauptmann; als Ehemann, der sich mit dem gräflichen Freier Leandro duelliert, und als Sieger, der im Nachwort die Moral verkündet: auch im geflickten Kleide sich zu bücken und so sein Recht zu behalten. Der Lauf des Stückes führt ins Absurde, wenn angesichts des totgeglaubten Ritters Leandro der Abbate einen choralartigen Lobgesang auf den hereintrottenden Esel der Vorsehung anstimmt. Damit beginnt die musikalisch kunstvollste Nummer, das Quartett, in dem Leandros Liebesarie und sein Duett mit Columbina die Allüren der italienischen Oper von Scarlatti bis Verdi ironisiert. Musikalisch spricht Busoni in dem ganzen Werk ein Idiom tänzerischer, beglückend transparenter Buffolaune, versteckt harmonische Kühnheiten hinter dem Gestus der Leichtigkeit. Der Orchesterklang ist von unvergleichlicher Helle und federnder Eleganz. (Hans Heinz Stuckenschmidt, 1967)
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Soli (SprMezT2BarB) und Orchester
Breitkopf & Härtel
Romantik
Noten
Klavierauszug
Broschur
Deutsch
979-0-004-18910-8
9790004189108
EB 9433
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