1731 wurde der bisherige Küchenschreiber und Laienmusiker Johann Martin Doemming,
aus dem Meiningischen stammend, zum directore musices am Hof von Hohenlimburg in Westfalen bestellt. Doemming hat viele
Kompositionen für den Gebrauch der Hofmusik hinterlassen, aus denen sich schließen lässt, dass
konzertante Musik für Bläser mit Streicherbegleitung und Basso Continuo in einer
Gesamtbesetzung von bis zu sieben Stimmen von der Hofkapelle ohne fremde Hilfe ausgeführt
werden konnte. Unter Doemmings Leitung wurde 1750 ein zweibändiger thematischer Catalogus
musicus angelegt, dessen zweiter Teil (Vokalwerke) leider fast gänzlich zerstört ist. Der Katalog ist
bis etwa 1768 mit Nachträgen versehen und stellt so das Repertoire der Hofkapelle während der
Regierungszeit ihres Gründers Moritz Casimir I. dar.