Von Johannes Vranckens Leben ist sehr wenig bekannt.
Er war Singmeister im Kloster St. Trudo, ca. 30 km nordwestlich von Lüttich, Belgien, und Komponist einer Motettenserie, deren Text „Das Leben des hl. Trudo“ 1566 von Christian Fastraets, Dominikaner in Leuven geschrieben wurde.
Die vorliegende Motette „In fata dum concesserit iustus“ ist der (bis heute) einzige bekannte Teil dieser Musik und beschreibt, wie der hl. Trudo nach seinem Tod von Engeln in den Himmel getragen wird. Die Bibliothek des Klosters St. Trudo wurde während der französischen Revolution zerstört, die Musiknoten z.T. in alle Welt zerstreut. Eine Faksimile-Kopie des handschriftlichen Originals der vorliegenden Motette wurde im Bulletin de l’Institut archéologique Liégeois, tôme 55, 1931 veröffentlicht.