Ludwig Zöschinger
(* 29. März 1731 in Burtenbach, † 1. November 1806 in Augsburg)
Zöschinger (Taufname Johann Georg) legte 1751 im Augsburger Augustinerchorherrenstift Hl. Kreuz (nun mit dem Ordensnamen Ludwig) die Profess ab und wurde 1754 zum Priester geweiht. Zunächst als Stiftsorganist war er bald darauf Dechant und ab 1778 letzter Propst des Klosters vor der Aufhebung im Lauf der Säkularisation.
Als Verwandter des Salzburger Hofkapellmeisters Johann Ernst Eberlin war Zöschinger gut mit Leopold Mozart bekannt. Von Wolfgang Amadeus wurde er als „brafer, lustiger Mann“ bezeichnet. Mozart kannte ihn unter der Schreibweise Zeschinger, wie Zöschinger sich vielleicht auch selbst nannte. Zumindest veröffentlichte er im Augsburger Musikverlag Lotter einige kleine Stücke unter dem sich hieran anlehnenden Anagramm `Reschnezgi´. In der Hauptsache jedoch verfasste er umfangreichere kirchenmusikalische Werke, darunter 3 Messen, die größtenteils verschollen sind.