Karl Heinz Malzer, geboren am 19. November 1942 in Pleystein, der Perle der nördlichen Oberpfalz. Ab fünf Jahren, vom ersten Klavierunterricht an bei seiner Mutter, die ihre Ausbildung am ehemaligen Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg erhielt, genoss er eine durchgängige musikalische Weiterbildung, die im Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik (1963–1967) in München ihren Höhepunkt fand.
Schon damals lag neben der Musikwissenschaft bei Prof. Dr. Erich Valentin und Musiktheorie bei Prof. Dr. Hermann Pfrogner der persönliche Schwerpunkt im Bereich der Chorleitung, die er unter Prof. Fritz Schieri erlernte. Bereits während seines Studiums leitete er verschiedene Chorensembles.
Nach künstlerischer- und pädagogischer Prüfung unterrichtete er als Musikphilologe seit 1969 am Augustinus-Gymnasium in Weiden in der Oberpfalz, dann ab 1976 in Neustadt/WN.
Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Gymnasiallehrer – seit 1985 Studiendirektor am Gymnasium Neustadt an der Waldnaab, ab 2007/08 im Ruhestand – war er 1986–1992 Lehrbeauftragter an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen.
In seiner Freizeit widmet er sich ganz der Chorarbeit im Fränkischen Sängerbund und der Forschung über Oberpfälzer Komponisten.
Seit 1976 gehörte er dem Präsidium des FSB an. In seiner Funktion als Jugendreferent des FSB gründete Karl-Heinz Malzer zusammen mit seiner Frau Renate 1981 den Jugendchor des Fränkischen Sängerbundes und - weil auch die Jungen älter werden - im Jahre 1992 auf Wunsch der Älteren den Nachfolge-Chor Mixtura Cantorum.
Im Oktober 1993 wurde Karl-Heinz Malzer zum Bundes-Chorleiter des Fränkischen Sängerbundes gewählt. Im Jahre 2013 gab er sein Amt an einen jüngeren Kollegen weiter.
Der Jugendchor, der 2006 sein 25-jähriges Jubiläum feierte, wurde bis zum Jahre 2021 von ihm geleitet, die Mixtura Cantorum bis zum Jahre 2022, seinem 80. Geburtstag.
Im Jahre 2018 wurde sein Buch "Franz Gleißner und seine Zeit", ein Lebensbild der bayerischen Musikgeschichte, vom Museumsverein Neustadt a.d. Waldnaab veröffentlicht.
Für seine musikalische Tätigkeit erhielt er erwähnenswerte Preise:
den Musikförderpreis des Bezirkes Oberpfalz für den Weidener Kammerchor, den er gründete und viele Jahre leitete,
den Nordgaupreis für Musik des Oberpfälzer Kulturbundes, (1986)
die Verdienstmedaille Walther von der Vogelweide des Sängerkreises Würzburg,
den Kulturpreis 2002 des Landkreises Neustadt a.d. Waldnaab,
die Carl Gerster Medaille des Fränkischen Sängerbundes, (2012)
das Bundesverdienstkreuz am Bande (2013)
Ehrenmitglied des Fränkischen Sängerbundes (2014)
Wichtige musikalische Stationen
a) 1965-1967 Chorleiter der Sängerschaft „Prager Barden"
b) 1967-1969 Chorleiter des Kirchenchores Christkönig in München
c) 1969-1977 Chorleiter des „Gesang- und Orchesterverein” Weiden
d) 1969-1984 Chorleiter des Männerchores in Parkstein
e) 1969 bis 2007: Leitung von zwei Gymnasialchören(Oberstimmenchor, gem. Chor) und Ensemblegruppen
f) 1970-1984 Gründung und Leitung des Kinderchores „Parksteiner Bergfinken”
g) 1972-1983 Gründer und Dirigent des „Weidener Kammerchores”
h) 1981 bis 2021: Gründung und Leitung des „Jugendchores des FSB”, eines überregionalen Chores mit Jugendlichen aus ganz Franken und der nördlichen Oberpfalz
i) 1985-1996 Chorleiter des Männerchores „Sängerbund Neustadt a.d. Waldnaab”
j) 1992 bis 2022: Mitgründung und musikalische Leitung der „Mixtura Cantorum” (aus dem Jugendchor ausgeschiedene SängerInnen über 27 Jahre)