Johann Caspar Simon ist gebürtiger Thüringer und hat seine musikalische Ausbildung während seines Universitätsstudiums in Jena wohl von Joh. Seb. Bachs Vetter Joh. Nikolaus Bach erhalten. Nach seiner gräflichen Anstellung in Lauenburg (Württ.) erhielt er 1731 die Stelle eines Director musices und Organisten an der St. Georgskirche in Nördlingen und wurde dort ebenfalls als Lehrer an der Lateinschule von der Stadt beauftragt.
Von ihm sind drei Jahrgänge an Kirchenkantaten, Orgelwerke, ein Choralbuch und zwei Orchester-Sinfonien überliefert. Er galt in zeitgenössischen Fachkreisen als ausgezeichneter Tonsetzer. So wurden insbesondere auch die Orgelkompositionen hervorgehoben.
Nach fast 19-jähriger Amtszeit bat er um seine Entlassung, um das Erbe seines verstorbenen Schwagers in Leipzig als Kaufmann anzutreten, das er bis zu seinem Lebensende als angesehener Tuchhändler betrieb.