Kyptas Musik entspricht den üblichen Werken, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf dem böhmischen Lande komponiert wurden. Die Orchesterbesetzung ist relativ gering und ihr Klang hat den starken Charakter der figuralen Musik aus der Zeit des Barocks. Streicher, Trompeten, Pauken und Orgel, das alles ist eine uralte Instrumentation, die mehr als 200 Hundert Jahre benutzt wurde. Ein Beweis, dass große Musik auch mit einem kleinen Orchester gemacht werden kann. Gesungen wurde in einem 4-stimmigen Chor mit Solostimmen. Einfache Disposition, trotzdem schöne Musik, sagt man über Kypta heute. In seinen Werken sind drei verschiedene Formen in einer zusammengestellt. Kypta hat seine Wurzeln zwar immer noch in barocker Harmonisierung, doch sein Werk ist von klassizistischer Schlichtheit und Einfachkeit geprägt. Auf dieser Basis aber wendet er eine romantische Melodik an. Das alles bildet eine reizende und fast geniale Mischung, die nur während der Periode am Anfang des 19. Jahrhunderts enstehen konnte.