Thomas Täglichsbeck (* 31. Dezember 1799 in Ansbach; † 5. Oktober 1867 in Baden-Baden) war ein deutscher Violinist, Kapellmeister und Komponist. Nach anfänglichem Musikunterricht durch seinen Vater kam Täglichsbeck bereits in den Jugendjahren nach München, um bei Pietro Rovelli Violinunterricht zu nehmen. 1817 wurde dort eine Messe von ihm erfolgreich aufgeführt. Im gleichen Jahr wurde er Violinist im Orchester des Isartortheaters, wo er bereits mit 20 Jahren zum Musikdirektor ernannt wurde. Nach mehreren Stationen in Deutschland, der Schweiz und Italien wurde Täglichsbeck schließlich 1827 Kapellmeister des Hauses Hohenzollern-Hechingen; der Hof entwickelte sich zu einem der bedeutenden Musikzentren der Zeit. Nach weiteren Stationen in Stuttgart und Löwenberg (Schlesien), vorübergehend auch wieder in München und Dresden, zog sich Täglichsbeck 1866, ein Jahr vor seinem Tod, nach Baden-Baden zurück.
Zu seinen Kompositionen gehören eine „Festliche Messe“, eine Vertonung des Psalm 63, mehrere Opern, 2 Sinfonien, Konzerte, 3 Streichquartette, 1 Klarinettenquartett, 4 Violinsonaten, Violinduette, Klaviertrios, weitere Kammermusik, mehrere Liederalben und Chorwerke.