Ottilie Freiin von Herbert (* 19. Juli 1825 in Reifnitz bei Maria Wörth; † 26. September 1847 im Wörthersee) war eine österreichische Komponistin. Sie ist bekannt für das Kärntnerlied und gleichzeitig ihren Schwanengesang ‚I tua wohl‘ (åls wånn ma nix war) sowie ihr tragisches Verschwinden im Wörthersee.
Als drittes Kind (von sieben) des Ignaz Joseph Freiherr von Herbert (1780–1856) und der Theresie, geborene Perscha (1801–1835), geboren, wuchs Ottilie wegen des frühen Todes ihrer Mutter großteils unter der Obhut einer Haushälterin auf. Vor allem Musik und Kunst wurden in der Familie sehr gefördert.
Am 26. September 1847 fuhr Ottilie von Herbert nachts alleine mit dem Ruderboot auf den Wörthersee hinaus. Sie kehrte nicht mehr zurück und auch ihr Leichnam wurde nie gefunden. Am Pult ihres Klaviers fand man ihre in Moll verfasste Komposition I tua wohl, die Vertonung einer unglücklichen Liebe. Es gilt als erstes in Moll verfasstes Volkslied. Bezüglich des mysteriösen Verschwindens kursierten zahlreiche Legenden von Unfalltod über eine unglückliche Liebe bis hin zum Weggang mit einem angeblichen Liebhaber.