Rentarō Taki war ein japanischer Komponist der Meiji-Zeit. Er wurde am 24. August 1879 in Tokio geboren. Bedingt durch die beruflichen Versetzungen seines Vaters verbrachte er seine Kindheit in verschiedenen Städten, unter anderem in Yokohama und Taketa (Präfektur Ōita). Bereits in jungen Jahren erlernte er mehrere Instrumente wie Violine, Orgel und Shakuhachi.
1894 trat Taki in die Tokyo Music School ein, die spätere Tokyo University of the Arts. Dort erhielt er eine Ausbildung in Klavier und Komposition, unter anderem bei Nobu Kōda und Sakunosuke Koyama. Während seiner Studienzeit entstanden frühe Lieder, die westliche romantische Harmonik mit Elementen japanischer Melodik verbanden.
1901 setzte Taki sein Studium am Leipziger Konservatorium fort und gehörte damit zu den ersten japanischen Musikern, die eine musikalische Ausbildung in Europa erhielten. Sein Aufenthalt in Deutschland war jedoch nur von kurzer Dauer, da er an Tuberkulose erkrankte. Nach seiner Rückkehr nach Japan verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, und er starb am 29. Juni 1903 in Ōita im Alter von 23 Jahren.
Zu seinen bekanntesten Werken zählt das Lied Kōjō no Tsuki („Der Mond über der Burgruine“, 1901), das in Japan bis heute zu den populärsten Gesängen gehört. Weitere Lieder wie Hana sowie Klavierstücke wie das Menuetto gelten als frühe Beispiele der erfolgreichen Verbindung europäischer Kompositionstechniken mit japanischen Traditionen. Trotz seines kurzen Lebens hinterließ Taki einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der modernen japanischen Musik.